Dialektlyrik aus dem „Aaschgrund“ von Helmut Haberkamm

Dialektlyrik aus dem „Aaschgrund“ von Helmut Haberkamm „A Gieger legt ka Gaggale“ - Mit dieser Übersetzung haben unsere fränkischen 8. Klässler, die dem zweistündigen Vortrag am 20.2. über fränkische Dialektlyrik von Helmut Haberkamm gebannt folgten, kaum Probleme, anders sieht es schon bei der Bezeichnung „Polandi“ aus…

Neben seinen lebendig vorgetragenen, oft amüsanten Gedichten erfahren die Schüler auf unterhaltsame Weise auch Theoretisches zum Thema Dialekt und Mundart. Zum Beispiel, dass sich hinter Dialektwörtern eine Menge Geschichtliches verbergen kann. Der Ausdruck „Polandi“ beispielsweise bedeutet „Helfer oder Handlanger“ und ist eigentlich ein aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammender Spottname für die norditalienischen Saisonarbeiter, die halfen, das deutsche Bahnnetz aufzubauen, und abwertend als Polenta-Esser bezeichnet wurden.

Gebannt folgen die Schüler im zweiten Teil des Vortrags Haberkamms Worten, als er seine kritischen Gedichte rezitiert, die sich mit der unrühmlichen Geschichte seines Heimatdorfes Dachsbach im 2. Weltkrieg auseinandersetzen. Das Gedicht „Discodialog“ nimmt die Kommunikation in einem Tanzlokal mit lauter Musik aufs Korn, was die Stimmung abschließend wieder auflockert.

Als besonders ansprechend bezeichneten die Achtklässler die spannende Mischung aus Theorie, Geschichte, Gedichten und Anekdoten aus dem Aaschgrunder Alltag, seiner Heimatgegend bei Neustadt an der Aisch.

Isabella Vavvas und Julia Nuttelmann

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