DAK-Plakatwettbewerb „Bunt statt blau“

Im Biologie- und Kunstunterricht der Klasse 9a stand im Rahmen der Suchtprävention am Simon-Marius-Gymnasium das Thema Sucht und Alkoholmissbrauch im Mittelpunkt. Ihre persönlichen Gedanken und Ideen setzten die Schüler und Schülerinnen in Teamarbeit in Form von Plakaten um, die sie beim bundesweiten Wettbewerb „Bunt statt blau“ der DAK einreichten.

Am 11. Juli besuchte Hermann Zeißner, Leiter der DAK Westmittelfranken, die Schule und prämierte die von einer unabhängigen Jury ausgewählten Gewinnerbilder: Mona Felsenstein und Anika M. erreichten den ersten, Manuela Frabscha und Maria Leberzammer den zweiten Preis. „Feiern soll Spaß machen und nicht krank oder abhängig. Deshalb fördert der Freistaat Bayern mit einer Vielzahl von Projekten den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol. Wir wollen starke Jugendliche, die selbst für Verantwortung für ihr Handeln übernehmen", so Hermann Zeißner. Die Kampagne bringe Jugendliche mit dem einfachen Slogan „bunt statt blau“ dazu, sich auf kreative Art und Weise mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Der Wettbewerb kommt bei den Jungen und Mädchen sehr gut an, weil niemand mit erhobenem Zeigefinger warnt. Die Plakate haben starke Botschaften, ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche“, so Hermann Zeißner weiter. Schulen könnten ihn nutzen, um im Unterricht darüber zu sprechen, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol und das Erkennen eigener Grenzen sind.

Das Gesundheitsministerium ist seit Jahren aktiv im Kampf gegen Alkoholmissbrauch speziell bei Jugendlichen. Insgesamt gibt die bayerische Staatsregierung für die Prävention von Alkoholmissbrauch jährlich 1 Million Euro aus. „Es ist beeindruckend, wie ernsthaft sich unsere Jugendlichen mit dem Thema Alkoholmissbrauch auseinandergesetzt haben und wie kreativ sie ihre Botschaften auf die Plakate gebracht haben“, lobte Zeißner das Engagement der Schüler.

Nach aktueller Bundesstatistik mussten 2011 mehr als 26.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus eingeliefert werden. Auch in Bayern gab es 5.649 Betroffene, davon 3.493 Jungen und 2.156 Mädchen. Weil die Zahl der „Komasäufer“ in den vergangenen Jahren bundesweit stark gestiegen ist, lädt die DAK-Gesundheit gemeinsam mit der Bundesdrogenbeauftragten und zahlreichen Landes-Schirmherren seit vier Jahren Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion gilt laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Health Media Award 2012.